Der Abtskücher Hof und der Hof zum Hof

Der in der Nähe des alten Wachtturms liegende - in Fachwerk ausgeführte - Abtskücher Hof ist laut Inschrift 1744 von Lutgirus in den Abtskucken (wieder) errichtet worden. Sein Familienname war Barnscheidt. Die Barnscheids saßen nur als Pächter auf dem Hof, doch konnten sie ihn nach der Aufhebung der Abtei erwerben. In den Hof, der in der letzten Pachturkunde als Sattelhof Hetterscheidt bezeichnet wird, mussten die Zehntabgaben geliefert werden. Bis 1807 führte Hermann Jacob Barnscheid als Rentmeister in dem Hof in der Abtsküche gewissenhaft ein heute im Stadtarchiv liegendes Heft, in dem die Abgaben der Höfe ausgezeichnet sind.

Nahe der Abtskücher Straße liegt der Hof zum Hof, der heute von den Stadtwerken genutzt wird. Diese Bezeichnung deutet auf den Haupthof eines Hofverbandes hin, in den gewöhnlich die Abgaben gebracht werden mussten. Vermutlich hat die andere Situation in Hetterscheidt damit zu tun, dass der Hof im 16. Jahrhundert zeitweilig im Besitz der Eller zu Oefte war. Obwohl der Hof danach nur noch an bäuerliche Pächter vergeben wurde, galt er bis zum Ende der Werdener Zeit als Rittergut.

Quelle: Dr. Kurt Wesoly



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