Mahnmal an der Hülsbeckerstraße

1885, als Heiligenhaus noch ein Dorf war, errichtete man nahe dem heutigen Rathausplatz das „Germaniadenkmal“, zur Erinnerung an den siegreichen Feldzug 1870/71 gegen Frankreich.

Nach dem Abriss des Denkmals beharrte die Heiligenhauser Bevölkerung darauf, in Erinnerung an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs, eine neue Gedenkstätte zu errichten. Diese Gedenkstätte an der Hülsbecker Straße war ein Entwurf des Düsseldorfer Architekten Hermann Schagen und umfasste, neben dem eigentlichen Denkmal, einen parkartigen Ehrenhain und einen großen Aufmarschplatz. Die massiven Erdarbeiten erfolgten durch ehrenamtliche Vereinsmitglieder aus Heiligenhaus und endeten mit der Einweihung im November 1937.

Die über drei Meter hohe unbekleidete Siegfried-Figur des Düsseldorfer Bildhauers Wilhelm Hanebal stand nur wenige Jahre vor dem neuen Ehrenmal. Die Bronzefigur wurde zu Rüstungszwecken bereits 1942 wieder eingeschmolzen.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde auf Befehl der Alliierten der große Aufmarschplatz abgerissen.

1954 verabschiedete der Rat den Beschluss, an der gleichen Stelle im Hülsbecker Park ein modernes Mahnmal bauen zu lassen. Erst 1965 konnte der damalige Bürgermeister Felix Wittmann unter großer Beteiligung der Bevölkerung das Bauwerk einweihen.

Als Germania-Ehrenmal am Rathaus 1885 errichtet Foto: StaH-D1287

Mahnmal 60-70er Jahre – Foto: Kurt Klene – StaH 5372