Briefkopf von 1916 Arn. Kiekert Söhne Schloß- und Beschlägefabrik

1857 wurde die Firma Arnold Kiekert Söhne (AKS) gegründet.

AKS produzierte Schloß- und Baubeschläge und Türen- und Schließsysteme für die Bahn, was immer mehr zum Hauptgeschäft wurde. In der Zeit von 1933 bis 1945 wurden viele Firmen nach und nach verpflichtet Militärtechnik zu entwickeln und zu produzieren. Dies betraf auch AKS.

Die Produktionsflächen wurden nach dem Krieg erweitert und 1959 wurde ein neues Verwaltungsgebäude gebaut (seit 2017 Thormälen Bildungshaus). Bis 1971 war AKS noch im Familienbesitz. Die WAZ und die Familie Otto (Ottoversand) übernahmen 1971 die Firma. 1974 wurde AKS mit der Erfindung der manuellen Zentralverriegelung für Pkw weltweit bekannt.

1982 wurde Herr Dr. Horst Werner Sterzenbach Geschäftsführer und übernahm dann AKS 1987 mit der Dr. Sterzenbach & Rau Vermögensverwaltungsgesellschaft. Teile der unterschiedlichen Sparten (z.B. Kiekert Automatiktüren) wurden 1990 verkauft. Kiekert spezialisierte sich auf den Bereich Automotive. Die verschiedenen Unternehmensteile wurden unter Herrn Dr. Sterzenbach 1994 zur Kiekert AG und ging 1995 an die Börse. Bis 1999 leitete er als Vorstand das Unternehmen und übergab die Führung dann an Dr.-Ing. Wolfgang Theis.

Im Jahr 2000 startete die Firma mit einer Innovation ins neue Jahrtausend, dem elektrischen Komfortantrieb für Seitenschiebetüren. 2006 wurde Kiekert von den beiden Londoner Hedge-Fonds Bluebay Asset Management und Silver Point sowie der US-Investmentbank Morgan Stanley übernommen.

2007 erfolgte der Umzug des Hauptsitzes von Kiekert nach Heiligenhaus an den Höseler Platz, das ehemalige Betriebsgebäude der AEG.

Der börsennotierte chinesische Autozulieferer HeBei LingYun Industrial Group Corporation Ltd. übernahm 2012 die Aktienmehrheit an der Kiekert AG und unterstützt seitdem die Globalisierungsstrategie des Unternehmens.