Das Museum

Das Museum befindet sich in einer alten ehemaligen Landschule von 1908. Das denkmalgeschützte Gebäude, das in einem Denkmal- und Naherholungsbereich liegt, wurde in Rahmen der EUROGA 2002plus im Jahr 2002 umgebaut und erweitert.

Bei der Entstehung des Museums (1980) war der Bereich der bäuerlichen Lebens- und Arbeitswelt Schwerpunkt der Sammlung. Seit Mitte der 1980er Jahre konzentrieren sich die Bemühungen verstärkt auf den Ausbau einer alltagsgeschichtlichen Sammlung des 20. Jahrhunderts. Objekte aus Arbeit und Alltag werden als Belege für die Kultur des beginnenden Industriezeitalters gesammelt. Entsprechend basieren heute die Schwerpunkte der Schausammlung, die auf einer Fläche von 330 qm ausgestellt sind, nicht mehr nur auf dem Bereich des vorindustriellen Handwerks und der Hauswirtschaft, sondern beziehen auch die industriewirtschaftliche Umbruchphase nach dem Ersten Weltkrieg in Heiligenhaus mit ein.

Die Dauerausstellung “Leben und Arbeiten in Heiligenhaus zwischen Tradition und Moderne” zeigt Exponate und Installationen zu den Bereichen Hauswirtschaft im Wandel (Küche, Waschküche, Vorratshaltung und Kolonialwarenladen), vorindustrielles Handwerk (Schuhmacher- und Sattlerwerkstatt, alte Gaststätte), Anfänge der heimischen Schlossindustrie, Schule um 1910 sowie Stadtgeschichte.


Neben zahlreichen Exponaten aus dem bäuerlichen Leben sind in einer alten Sattler- und Schreinerwerkstatt auch Zeugnisse Heiligenhauser Handwerkstradition zu finden. Wechselausstellungen ergänzen die Sammlung und liefern zusätzliche Informationen zu den Themen.